Anfahrt
Von Ingolstadt aus treffe ich mich mit Freunden (Stefan und Patrice) in Dänemark bei Blavant. Da die Strecke für die kleine Tenere (eigentlich für mich) etwas weit ist, um es an einem Tag zu fahren, hüpfe ich einen Tag früher auf die Maschine. Also erstmal 600km bis Hannover, langweilige und monotone Autobahnstrecken mit Stau und Streckensperrungen. Auf einem kleinen Campingplatz mit See mache ich es mir gemütlich. Hier hüpfen ziemlich viele Hasen rum. Die Dauercamper haben sich schon mit Hasendraht vor ihnen gesichert. Am morgen breche ich gegen halb 10 auf. Letzter Etappensprung von Hannover bis Blavant. Eigentlich nur 450km, aber wer kennt die überfüllten deutschen Autobahnen nicht? Kurz vor der Grenze zu Dänemark der letzte kleinere Stau! Junge, grimmig dreinblickender Grenzbeamte haben jedes Auto fest im Blick. Eigentlich wird jeder gleich durchgewunken. Die Autobahnen hier in Dänemark sind nicht ganz so überfüllt wie sie auf deutscher Seite noch waren. Die Rastplätze sind auch recht anständig. Trinkwasser und Entleerungsmöglichkeiten für Toiletten sind auch auf kleineren Plätzen kostenlos vorhanden. Toiletten natürlich auch! ;-) Gegen 18 Uhr treffe ich dann endlich in Blavant ein. Nahezu zeitgleich mit Patrice und Stefan die mit dem Mietauto aus Flensburg ankamen. Also auf zur Ferienwohnung ich 800m Entfernung. Abends gehen wir noch eine Runde spazieren. Nur mal schnell zum Strand. 2km die sich ziemlich ziehen. Und überall sieht man nur deutsche Autos. Blavant ist fast ausschließlich von deutschen Touristen besiedelt. Auf die 200 dänischem Bewohner kommen 2000 Ferienwohnung. Auch nett: Mitten im Dorf läuft uns ein Reh über den Weg. Ich dachte, genauso wie Stefan, erst es wäre eine Attrappe vor der Haustüre.

Zaun am Straßenrand

Zaun in den Dünen

Ein Reh! Es war genauso überrascht wie wir...

Sonnenuntergang am Strand

Sonnenuntergang am Strand

Sonnenuntergang am Strand

Gras und Sand

Was hier so alles am Strand rumliegt...

Steg am Strand
Hvide Sande
Der Morgen bestand erstmal aus Bombardement der dänischen Armee. Im gleich hinter dem Haus angrenzenden Naturschutzgebiet (gleichzeitig auch Militärübungsplatz) wurde ab ca. 06:30 Uhr mit schwerem Haubitzen geschützen geübt. Immer wieder gefolgt von Maschinengewehrsalven. Dies ging dann bis halb 10 Uhr. Dann war wieder Ruhe. Von Blavant aus fahren wir ca. 1h in den Norden. Hier gibt es eine einzigartige Landzunge die ein Gewässer von Meer trennt. Am Übergang liegt der kleine Ort Hvide Sande (übersetzt: weißer Sand). Hier sieht man allerlei Touristen am Strand, was in dieser Gegend die Haupteinnahmequelle ist. Ein wenig Fischerei, Windkraftwerke und die Erhaltung der Strände ergeben die ganze Industrie. Am Strand findet man viele Muscheln und kann den ankommenden und abfahrenden Schiffen an der Hafenmündung zusehen. Auch gibt es eine Hebebrücke um Schiffe zwischen dem Meer und dem dahinter liegenden Gewässer passieren zu lassen. In einer kleinen Ausstellung kann man sich zu den Windanlagen und den Bemühungen der Dänen informieren möglichst die gesamte Infrastruktur mit erneuerbaren Energien abzudecken. Vom ehemaligen deutschen Wachbunker hat man einen super Überblick über Hvide Sande. Leider stellen wir erst fest das es noch ein Museum mit Aquarium gegeben hätte, ales es leider schon seit einer halben Stunde geschlossen hat (schließt um 17 Uhr :-/ ).

Altes Gerümpel am Strand

Das schwedische Militär rückt an!

Hafenpromenade

Ein Fischkutter rückt aus

Sand so weit das Auge reicht

Weg zur Hafeneinfahrt

Seekabel, das sind schon mächtige Teile!

Transport- und Bauschiff von Windkraftanlagen auf dem Meer

Fahrradreparatur-Center mitten im Dorf

Inklusive Werkzeug

Hvide Sande vom Aussichtspunkt

Wofür der noch gut ist?
Ribe
Leider ein fürchterlicher Morgen mit kalten Wind und Regen bis in den Abend hinein. Gegen 12 Uhr sind wir nach Ribe, der ältesten Stand von Dänemark aufgebrochen. Ein nettes Örtchen mit vielen schönen Gassen und Winkeln. Die Kirche hat erstmal einen sehr typischen katholischen Look, aber die Mosaiken im Kirchenschiff wirken sehr kontrovers zum Rest…
Flensburg (D)
Nach dem Aufstehen war erstmal “Klar Schiff machen” angesagt in der Wohnung. Einmal durchwischen und saugen. Danach aufpacken und einpacken und ab nach Flensburg. An diesem Wochenende wurde hier die Flensburg Regatta veranstaltet wodurch viele alte Segelschiffe im Hafen angelegt haben. Hier habe ich nur eine Nacht verbracht und bin am nächsten Tag am Nachmittag wieder nach Dänemark gestartet. Dieses mal allein. Vorher habe ich mir aber einen neuen Wassersack gekauft, da meiner auf der Fahrt von Hannover nach Blavant an der Naht ein Loch bekommen hat. Man hätte halt keine Wasser mit Kohlensäure einfüllen dürfen…

Hier kommt die Maus!

Der Schuhdieb!

St.-Marien-Kirche

St.-Marien-Kirche

St.-Marien-Kirche

Altes Fachwerkshaus

Flensburger Hafen
Camping in Dänemark
Der erste Campingplatz den ich in Dänemark angesteuert habe war in Sonderby, relativ nahe von Flensburg. Die Gegend um die Strände sind gespickt mit vielen kleinen Campingplätzen! Die Nacht hatte mich 11,50€ gekostet excl. Duschen. Dies hätte 0,30€ pro Minute gekostet. Am nächsten Morgen bin ich gegen 12 Uhr aufgebrochen und bin mehrere kleinere Straßen am Strand entlang gefahren. Ganz nett. Die zweite Nacht habe ich auf einem Campingplatz bei Hejlminde verbracht. Hier hat die Nacht dann doch mehr gekostet: ca. 22€ excl. Duschen u. WLAN.

Mittagspause!!

Leuchtturm im Nirgendwo!

Abends auf dem Campingplatz
Abschied von Dänemark
Am nächsten Tag entschließe ich mich nach Schweden über zu setzten und nehme hier die Autobahn in Kauf. Tagesstrecke 260km. Das Spektakulärste an der Fahrt war die Überquerung der zwei großen Brücken in Dänemark. Die Storebaeltbrücke zwischen Knudshoved und Halsskov ist 18km lang und kostet 18€. Bei dieser Brücke gibt es einen Aussichtspunkt von der Westseite. Die zweite Brücke (Öresundbrücke) verbindet Dänemark mit Schweden und kostet 28€ für Motorräder. Teils verläuft die Strecke unter dem Meer. Aber eines hat man auf beiden Brücken. Schräglagen-Gefühl beim Geradeausfahren! ;-) Also Schweden: Hier komme ich!

Pferde in Dänemark

Storebaeltbrücke!!
