That's me

Two Wheels One Question

Kleiner Blog über die große Welt...

[Stephan]

Lesezeit: 4 Minuten

Fjorde

Das Wetter wird nicht wirklich besser. Immer wieder gibt es kleinere Regenschauer, aber ich glaube ich hab es noch ganz gut erwischt. Irgendwann macht sich die Hinterrad-Bremse durch lautes Pfeifen beim Bremsen bemerkbar. Der Bremsbelag ist komplett runter. Gut das ich Ersatz-Klötze dabei habe, die ich am Abend einbauen kann bei Trondheim. In Trondheim bin ich mit Sven noch zum Essen gegangen in einem gehobeneren Restaurant. Es gab Rentierfilet mit diversen Gemüse. Es war sehr sehr lecker, hatte aber auch einen stattlichen Preis von 470NOK.

Irgendwo zwischen Eide und Trondheim

Die Atlantik-Straße

Über mehrere kleine Schotterpisten und kleineren Regengüssen fahren Sven und ich immer weiter gen Süden. Mein Bein zwickt immer wieder und ist ziemlich blau angelaufen, naja wird schon wieder. Ich stelle auch fest das die meisten Geschäfte heute tatsächlich zu haben (Sonntag). Normalerweise haben die Länder in Norwegen auch Sonntags relativ lange geöffnet. Da aber derzeit die Mittsommertage herrschen könnte es sein das viele Läden doch zu haben. Die Atlantik-Straße entpuppt sich als eine relativ kurzes kurviges Stück mit einer hoch überspannenden Brücke von einer Insel zur nächsten. Ehrlich gesagt hätte ich mir etwas mehr erwartet… Der Tunnel zur Anfahrt unter dem Meer hat für ein Motorrad 68NOK gekostet. Am Abend bleiben wir auf dem NAK Camp bei Eide, wo uns ein älterer Herr aus dem Auto begrüßt und scheinbar der Campingplatzbesitzer ist. Er versucht uns in halb englisch, halb norwegisch zu erklären, das wir uns gleich unterhalb einen Platz aussuchen können und er dann später mit dem Kartenlesegerät vorbeikommt. Nach dem spärlichen Essen (geröstetes Brot mit Käse und Nudeln mit BBQ-Soße) treffen noch zwei weitere Motorradfahrer ein. Zusammen unterhalten wir uns noch bis um 3 Uhr morgens über alle möglichen Dinge.

An der Atlantikstraße

An der Atlantikstraße

Ich glaub der wird hier am Campingplatz nicht mehr genutzt.

Trollstigen

Die Trollstigen haben ein herrliches Panorama und sowie Aussicht. Fahrtechnisch ist es hier schwierig da viele Camper und Autos unterwegs sind und sich auf der engen Straße gerne mal blockieren. Besonders deutsche Wohnmobile stechen durch ihre Rüppelhaftigkeit heraus (Für Fotos einfach mal die Straße mit dem Camper blockieren). Am Besucherzentrum habe ich mir einen Sticker für die Koffer gegönnt (“Vorsicht Troll” für 45NOK). Anschließend sind Sven und ich weiter gedüst und zu einem kurzen Abstecker an den Geiranger Fjord. Auch ein toller Ausblick mit vielen Kehren und alles recht eng. Leider hat mein Fuß heute mir heute sehr zugesetzt und schmerzt nun wieder sehr. Nach dem Abendessen habe ich mich dann recht schnell ins Zelt verzogen und hoffe auf Besserung :) 350km waren die Tagesetappe.

Trollstigen

Phänomenaler Ausblick in Tal vor den Trollstigen

Man weiß gar nicht wo man als nächstes hingucken soll

Trollstigen Brücke

Tenere müde, Tenere schlafen... kleiner Scherz, die Straße war nur zu aufrecht so dass ich sie anlehnen musste

Na? Wer kennt ihn? Ich auf alle Fälle nicht!

Wasserfall an den Trollstigen

Wasserfall an den Trollstigen

Wasserfall an den Trollstigen

Wasserfall an den Trollstigen

Kantige Felsen

Am Gipfel

Besucherzentrum

Wasserfall von oben

Am Geiranger Fjord

Hier sind es nur um die 800m, aber trotzdem frisch...

Für dieses Foto habe ich ewig warten müssen. Nicht das es irgendwie besonders wäre :D

Welch herrlich ruhiges Gewässer

Der Ausblick am Abend

Fjorde sind schon wirklich schön

Naaa toll, wieder nasses Zelt einpacken (und abends genauso nass auspacken) am nächsten Morgen. Wir sind dann wieder gegen 11:30 Uhr aufgebrochen, nachdem wir auf bessere Zeiten gewartet haben. Da aber nur leichter Nieselregen heute angesagt war habe ich mir die Regenkleidung gespart. Gegen das Ziehen in meinem ledierten Knie habe ich heute mal Schmerzmittel zu mir genommen, damit die Fahrt erträglich bleibt. Heute gab’s wieder einen tollen Pass auf 1300m. Durch mein Knie fahre ich diese Touren auf den engen Straßen extrem gemütlich auf und ab. Auch ein Highlight war die Tunnel mit Kreisel. Mitten im Berg geht der Tunnel auseinander und es offenbart sich ein Kreisel in 3 Richtungen. Gleich nach der Abzweigung kommt der nächste imposante Moment: Vom Tunnel gleich direkt auf eine riesige Brücke über einen Fjord und anschließend wieder in einen Tunnel. Einfach wow zu dem was die Norweger hier bauen.

Endlich wieder schöne Sonnenabende!

Langsam geht wieder zurück nach Deutschland

Je weiter südlich ich komme, desto flacher wird die Umgebung. Zum Schluss geht es wieder nur gerade aus. Bei Malmö verabschiede ich mich von Sven, der nach Dänemark fährt um dort seine Fähre zu erwischen. Ich quatiere mich die letzte Nacht in Trelleborg auf einem Campingplatz ein um am nächsten Morgen die Fähre nach Rügen zu erwischen. Bei Glowe auf Rügen besuche ich noch Verwandte in ihrem Gasthaus “Kleines Wirtshaus”.

Letzter Abend in Schweden bei Trelleborg

Strand von Glowe (Insel Rügen)

Hafen von Glowe (Insel Rügen)

Ausblick auf neue Abenteuer

Damit ist das Skandinavien-Abenteuer erstmal beendet! Was nicht heißt das es nicht weiter geht. Ich schreibe diese Zeilen Anfang der dritten Woche nachdem ich wieder zuhause bin. Leider habe ich immer noch Probleme mit dem Knie (Flüssigkeit sammelt sich ständig am Gelenk). Aber Ende Juli will ich wieder durchstarten und Richtung Süden. Erstes Ziel: Bosnien! Und dann weiter nach Süden…

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Mein Name ist Stephan und schreibe hier ab und zu über meine kleinen und großen Reisen.
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